MEDICAL Glossar

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A

Amorbogen

Der sogenannte Amorbogen besteht aus dem Rand des Lippenrots der Oberlippe. Er ist beschränkt auf den mittleren Bereich der Oberlippe, dort münden beiden kleinen Wülste vom Nasensteg (Philtrum) in die Lippe. Der Amorbogen erinnert an ein flaches M.

Augenringe

Augenringe entstehen häufig durch einen überbeanspruchten Stoffwechsel des ringförmigen Augenlidmuskels (Orbicularis oculi). Die Haut des Unterlides gehört zu den dünnsten Hautarealen der menschlichen Körperoberfläche. Durch kosmetische Behandlungen mit Cremes, apparativer Kosmetik, Lymphdrainage und/oder Volumenaufbau kann der Hautteint der Unterlider vorteilhaft beeinflusst werden.

B

Blutverdünnende Wirkstoffe

Vor einem chirurgischen Eingriff sollte abgeklärt werden, ob Blutgerinnungsstörungen vorliegen. Gerade im Bereich der ästhetischen Medizin sollten so wenig wie möglich blaue Flecken oder gar Nachblutungen entstehen. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob eines Ihrer Medikamente einen Blutverdünner enthält, hilft Ihnen die nachstehende Wirkstoffliste. Falls Sie ein Präparat mit einem solchen Wirkstoff einnehmen, sollten Sie vor einem Eingriff mit dem Hausarzt abklären, ob Sie das Medikament ersetzen sollten oder einfach auf die Einnahme verzichten können. Bitte nicht eigenmächtig Medikamente absetzen oder umstellen.

  • Acetylslicylsäure (ASS)
  • Phenprocoumon, Acenocoumarol und andere Cumarine
  • Clopidogrel
  • Dabigatran
  • Rivaroxaban, Apixaban
  • Heparin
  • Ticlopidin
  • Trapidil

 

Botulinumtoxin Typ-A

Botulinumtoxin, umgangssprachlich Botox genannt, ist eine Substanz zur Entspannung von Muskeln oder Lähmung von Schweißdrüsen im Bereich der Achseln, Hände sowie zur Verminderung des sogenannten „Kauschwitzens“ nach Ohrspeicheldrüsenoperationen. Chemisch gesehen handelt es sich bei Botulinumtoxion Typ-A um ein Neurotoxin, das von verschiedenen Stämmen einer Bakterienspezies ausgeschieden wird. Die Wirkung der Eiweißstoffe beruht auf der Hemmung der Erregungsübertragung von Nervenzellen, wodurch die Kommunikation zwischen des Nervs mit dem Muskel verhindert wird. Durch die Entspannung der Muskulatur werden diejenigen Falten geglättet, die durch eine permanente Muskelspannung erzeugt werden. Gerade im Bereich der sogenannten Glabella (Stirnzone) kann Botox erfolgreich bei Zornesfalten eingesetzt werden. Auch Lachfalten und periorbitalen Falten („Krähenfüße“) sowie bei Faltenbildung am Kinn (Pflastersteinkinn) kann eine Behandlung mit Botox zum gewünschten Erfolg führen. Übrigens: Es handelt sich bei Botox nicht um einen Filler wie zum Beispiel Hyaluronsäure oder Eigenfett. Die Wirkdauer beträgt je nach Region zwischen drei und sechs Monaten. Grundsätzlich ist die Wirkdauer immer abhängig vom verwendeten Produkt.

D

Dämmerschlaf

Den Dämmerschlaf setzten wir in unserer ALÉO MEDICAL Privatpraxis in Würzburg bei operativen Behandlungen grundsätzlich nicht ein. Bei uns steht die Gesundheit der Patienten an oberster Stelle. Ein Eingriff mit einer normalen Vollnarkose (in der Regel mit einer sogenannten Larynxmaske) ist für alle Beteiligten die sicherste Methode. Der Narkosearzt muss sich nicht permanent um Ihren Kreislauf sorgen und der Operateur kann sich voll auf seinen Eingriff konzentrieren. Der Patient kann sich sicher sein eine permanente Kreislaufüberwachung (Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Narkosetiefe) zu erhalten. Eine Vollnarkose ist wesentlich leichter zu überwachen und zu steuern als ein Dämmerschlaf. Zwei weitere Narkoseformen sind die örtliche Betäubung und die Vollnarkose.

Dreiecksknorpel

Der Dreiecksknorpel ist im mittleren Nasenrücken an der Nasenscheidewand angewachsen und bildet ein Dach zum Offenhalten der sogenannten inneren Nasenklappe. Die innere Nasenklappe ist der engste Bereich der Nasenhaupthöhle und befindet sich direkt am Übergang vom Nasenvorhof zur Nasenhaupthöhle. Bei einem sehr engen Winkel des Dreiecksknorpels zur Nasenscheidewand besteht eine Einschränkung der Nasenatmung. Dieser Sachverhalt wird leider häufig übersehen. Durch eine spezielle Operationsmethode kann nach einem ästhetischen Eingriff eine offene innere Nasenklappe gewährleistet werden. Sogenannte Spreader-Grafts ermöglichen eine neue Stabilität und sowie eine ausreichende Weite der inneren Nasenklappe.

E

Eigenfett

Eigenfett (köpereigenes Fett) wird zunehmend in der ästhetischen Chirurgie als Filler im Gesicht, im Bereich des Decolletés sowie an Brüsten und Händen eingesetzt. Der große Vorteil des Eigenfetts ist die sehr gute Verträglichkeit als Filler. Bei anderen Fillern besteht die Gefahr von Fremdkörperreaktionen oder allergischen Reaktionen. Gerade im Volumenaufbau des Gesichts ist das Eigenfett deshalb nicht mehr aus der Therapie wegzudenken. Hier können unproblematisch auch größere Mengen in einer Sitzung injiziert werden. Das Eigenfett wird in der Regel aus dem Bauch, der Hüfte oder der Innenseite der Schenkel des Patienten entnommen. Durch eine schonende wasserassistierte Liposuktion (Liposuction) kann erstaunlich viel Eigenfett gewonnen und durch einen speziellen Filter ohne Zentrifuge in die entsprechenden Spritzen abgefüllt werden. Ein weiterer großer Vorteil besteht in der verhältnismäßig großen Anzahl an Stammzellen im Eigenfett, die dann eine zusätzliche Regeneration der Haut beziehungsweise Unterhaut anregen. Gerade in Kombination mit einem Facelifting hilft diese Tatsache, ein optimales Ergebnis zu erreichen. Aufgrund der vielen Stammzellen im Fettgewebe eignet sich diese Methode auch hervorragend zur Therapie bei chronischen Wunden, beispielsweise nach einer Bestrahlung. Die Wirkung des Eigenfetts ist nahezu unendlich, man muss lediglich mit einem kleinen Verlust des transplantierten Fettgewebes nach der Erstbehandlung rechnen. Durch die wasserassistierte Liposuktion ist der Anteil des anwachsenden Gewebes deutlich erhöht, man muss von deutlich über 80% ausgehen. Eine Überkorrektur sollte deshalb unterbleiben.

F

Facelifting / Gesichtsstraffung

Unter diesem Begriff sind verschiedene Lifting-Methoden zusammengefasst. Neben Wangenstraffung (Mid-Face-Lift), Stirnlifting oder Stirnstraffung (Forehead-Lift) und Augenbrauenlifting oder Augenbrauenstraffung (Brow-/Eyebrow-Lift) gibt es folgende Verfahren beziehungsweise Varianten: Mid-Cheek-Lift, SMAS-Lift, Sub-SMAS-Lift, Neck-Lift, Halsstraffung, Transpalpebral Midface-Lift, Mini-lift und Micro-mini lift. Im Bereich der plastischen ästhetischen Chirurgie gibt es dementsprechend keinen Bereich, der vielfältiger und vielschichtiger ist als das Facelifting. Generell sollte man über ein Facelifting nachdenken, wenn die einfachen Methoden wie das „Falten wegspritzen“ mit Botox oder die Unterspritzung mit einem Filler wie Hyaloronsäure oder Eigenfett ausgereizt sind. Entgegen der vielfach verbreiteten Meinung geht es bei einem/r Facelifting /Gesichtsstraffung nicht um die Straffung der Haut, sondern um die Straffung des sogenannten SMAS (superfizielles muskuläres apnoneurotischen System, engl.: superficial muskulär aponeurotic system). Dabei handelt es sich um eine Gewebsschicht des Gesichts, die vom Hals bis zur Stirn reicht und direkt unter der Haut liegt. In das SMAS ziehen die Gesichtsmuskeln ein und bilden die Grundlage für die Gesichtsbewegung. Bei einem Facelifting oder Teil-Facelifting wird das SMAS gestrafft. Die darüberliegende Haut wird nach einem solchen Eingriff ohne Spannung auf das SMAS gelegt, der meist dabei entstehende Hautüberschuss wird vorsichtig entfernt. Das Resultat ist daher nicht auf eine Straffung der Haut zurückzuführen, sondern auf die Straffung des Bindegewebes unter der Haut. Je nach Wunsch der Behandlung, Operation und Technik können durch ein Facelifting unterschiedliche Ergebnisse erzielt werden. Die Variante, die den kleinsten Eingriff darstellt, ist ein Fadenlifting.

Fadenlifting

Das Fadenlifting bezeichnet ein Anheben bestimmter Gesichtsregionen durch mehrere auflösende Fäden, die durch die Haut an die entsprechenden Stellen gebracht werden. Diese sind mit und ohne Widerhaken verfügbar. Bei den Fäden mit kleinen Widerhäkchen ist ein sofortiges Ergebnis zu sehen. Bei Fäden, die einfach oder doppelt verdrillt sind, ist ein Ergebnis erst nach einiger Zeit zu sehen, in aller Regel nach 4-8 Wochen. Hergestellt sind die Fäden aus einem seit über 40 Jahren in der Medizin erprobten Material. Nach ungefähr 240 Tagen sind sie komplett aufgelöst. Während dieser Zeit kommt es zu einer Neubildung von Kollagen, dadurch entsteht ein langanhaltender Effekt zugunsten eines jüngeren Aussehens.

Filler

Als Filler werden alle Stoffe bezeichnet, die zur Auffüllung der Haut dienen. Dabei werden dadurch flache und tiefe Falten behandelt – oder Volumendefizite und Volumenverluste der Haut nach Krankheiten ausgeglichen. Gerade bei Volumenverlust im Mittelgesicht kann der Einsatz von Fillern eine verhältnismäßig einfach durchzuführende Maßnahme sein. Die Filler stehen bis zu einem gewissen Maß in Konkurrenz zu einem Facelifting: Von Fall zu Fall und unter Berücksichtigung der bereits vorgenommenen Behandlungen sollte ein erfahrener Schönheitschirurg beraten, welche dieser beiden Maßnahmen die zu einem gegebenen Zeitpunkt geeignete ist. In der Würzburger Privatpraxis von Dr. med. Tim Stelzer werden ausschließlich Hyaluronsäure-Präparate und Eigenfett verwendet. Permanente Filler aus nicht auflösenden, körperfremden Substanzen werden nicht verwendet. Der am besten geeignete Filler ist das Eigenfett. Übrigens: Bei dem ebenfalls häufig zur Faltenbehandlung nachgefragte Butolinumtoxin handelt es sich um keinen Filler, sondern um eine Substanz zur Entspannung der Muskulatur und zur Lähmung von Schweißdrüsen.

Flügelknorpel

Der Flügelknorpel ist einer der drei formgebenden Anteile der Nasenspitze. Bei einem zu großen Flügelknorpel besteht eine sehr breite Nasenspitze (Boxernase, bulky nose, boxy nose). Der Flügelknorpel reicht vom Nasensteg über die Nasenspitze mit den sogenannten Spitzen-definierenden Punkten (Tip-Defining-points) in die Nasenflügel. Bei einem sehr dünnen Flügelknorpel kann es zu einem Ansaugphänomen beim Einatmen kommen – und dadurch zu einer Nasenatmungsbehinderung. Hier können dann Versteifungen durch kleine Knorpeltransplantate (alar batten graft) in die Nasenflügel Abhilfe schaffen.

G

Glabella

Die Glabella beschreibt den Bereich, in dem die sogenannte Zornesfalte entstehen kann. Die Zornesfalte bildet sich durch die Tätigkeit zweier Muskeln über der Nase beziehungsweise auf der unteren Stirn. Das einfachste Mittel zur Behandlung im Rahmen der Faltenbehandlung ist der Einsatz von Botulinumtoxin (Botox). Bei tiefen strukturellen Falten kann auch ein Filler zum Einsatz kommen.

H

Haartransplantation

Bei der Haartransplantation wird von einem Bereich der Kopfhaut mit einer ausreichenden Anzahl Haaren ein größeres Stück entnommen. Die Haarwurzeln werden voneinander getrennt und in kleine Hautschnitte in den Bereich der kahlen Stellen eingesetzt. Je nach aufzufüllendem Bereich dauert der Eingriff bis zu drei Stunden. Für eine bessere Chance der Einheilung der Haarwurzeln kann auch ein zweizeitiger Eingriff sinnvoll sein. Denn je kürzer die Zeit der Operation, je schneller werden die Haarwurzeln wieder mit Nährstoffen aus dem Gewebe versorgt. Wenn die Haarwurzeln angewachsen sind, dauert es noch mehrere Wochen bis Monate, ehe die Haarwurzel wieder ein Haar wachsen lässt. Diese Haare können zunächst noch sehr dünn oder auch gelockt sein. Insgesamt muss man von einer Zeit bis zu zwei Jahren ausgehen, ehe die Haarwurzeln wieder ein normales Haar produzieren. Die Rate des Anwachsens der Haarwurzeln liegt bei über 80%, wobei gilt: Je kürzer die Operation, desto mehr Haarwurzeln überleben die Transplantation.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure wird als Filler zur Faltenbehandlung im Bereich des Gesichts, des Decolletés, der Hände sowie sonstige Hautareale eingesetzt. Auch im Bereich der Schleimhäute kann Hyaluronsäure verwendet werden, beispielsweise im Kehlkopf zur Verbesserung der Stimmfunktion bei nicht korrekt schließenden Stimmlippen. Chemisch gesehen ist Hyaluronsäure eine Art Zucker, die in verschiedenen „Dicken“ (Viskositäten) angeboten wird. Sie kommt natürlicherweise im Körper vor. Bei der Hautverjüngung (Anti-Aging) kann Hyaluronsäure als Filler für flache und tiefe Falten der Haut sowie als Volumengeber benutzt werden. Sie wird mit einer Spritze an der Falte appliziert. Umgangssprachlich spricht man hier wie auch bei der Botulinumtoxin-Behandlung und der Eigenfett-Behandlung von „Falten wegspritzen“ oder „Falten unterspritzen“. Die Hyaluronsäure wird vom Körper wieder abgebaut, dieser Effekt verlangsamt sich bei „dickeren“ Präparaten. Daher muss man sich bewusst sein, dass ein bleibender Effekt bestehen kann, der unter Umständen nicht gewünscht ist. Aufgrund der Anatomie des Gesichts gehört die Hyaluronsäure zur Behandlung von Falten in professionelle Hände, um unerwünschte Nebenwirkungen wie zum Beispiel Arterienverschlüsse mit nachfolgendem Hautverlust zu vermeiden. Lassen Sie sich deshalb unbedingt vor einer Behandlung mit Hyaluronsäure oder anderen Fillern von einem erfahrenen Arzt beraten. Je nach Viskosität der Hyaluronsäure wird diese nach gewisser Zeit wieder abgebaut beziehungsweise zu Bindegewebe umgebaut. Bei einer sehr „dünnflüssigen“ Hyaluronsäure ist der Effekt für einige Wochen zu sehen, danach wird erneut behandelt. So kann die Hauttextur (Teint) verbessert oder ein Volumenaufbau der obersten Hautschichten erzielt werden. Bei Behandlung von Fältchen und Falten ist ein Effekt für ca. 4-8 Monate zu sehen, im Bereich der Lippen für ca. 6-8 Monate. Ein Volumenaufbau im Bereich des Mittelgesichts mit Hyaluronsäure hält sogar für einige Jahre.

N

Nasenkorrektur

Lat.: Septorhinoplastik – bezeichnet die ästhetische Nasenkorrektur des Nasenrückens, ggf. der Nasenspitze mit Begradigung der Nasenscheidewand. Die funktionelle Septorhinoplastik ist eine Korrektur der Form der Nase und Nasenscheidewand zur Verbesserung der Nasenatmung. Bei der Abtragung eines Nasenhöckers wird meist der Knorpel und Knochen des Nasenrückens entfernt. Damit keine Delle im Nasenrücken bleibt, müssen die Nasenseitenwände nach innen geklappt werden (Osteotomie). Hierzu werden an der äußeren Nasenbasis Knochenschnitte durchgeführt. Dadurch wird der Nasenrücken kleiner und die Nase etwas schmäler. Wird bei einem solchen Eingriff allerdings nur die Nasenform verändert, kann es anschließend zu einer deutlichen Verschlechterung der Nasenatmung kommen. Deshalb ist bei diesem ästhetischen Eingriff die Expertise des HNO-Arztes wesentlich zur Erhaltung der Nasenatmungsfunktion und des Riechvermögens. Typische Formveränderungen des Nasenrückens sind die Höckernase, Langnase oder Sattelnase sowie die hängende Nasenspitze. Zu den Veränderungen der Nasenspitze gehören die breite Nasenspitze („Kartoffelnase“), die hängende, schmale oder hoch stehende Nasenspitze – letztere wird manchmal als „Schweinchennase“ bezeichnet. Weitere Nasenoperationen (Nasen-OPs), die wir in unserer ALÉO MEDICAL Privatpraxis in Würzburg durchführen, sind Schönheitsoperationen bei Hakennase, Schiefnase, Knollennase und Boxernase.

Nasenrücken

Der Nasenrücken wird im Bereich der Nasenspitze durch den Nasenscheidewandknorpel gebildet, weiter oben durch das knöcheren Nasengerüst. Wichtig bei einer ästhetischen Operation der Nase in diesem Bereich ist die Stabilität der Nasenscheidewand, andernfalls haben die Knochen nach einer Osteotomie keine Auflage. Wenn nach Entfernung eines Nasenhöckers der Nasenrücken gekürzt wurde, kann es im Anschluss zu einer Bildung eines sogenannten „invertet-V“ kommen. Damit ist eine Einziehung der seitlichen Nasenabhänge in Form eines umgedrehten „V“ gemeint. Diesem Phänomen kann schon während eines ästhetischen Eingriffs durch einen kleinen Trick begegnet werden.

Nasenrückenaufbau

Bei eingesunkenem Nasenrücken, zum Beispiel bei einer Sattelnase oder einem zu wenig ausgeprägten knöchernen Nasenrücken, kann der Nasenrücken unterfüttert werden. Hierzu bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: Entweder kann ein Stückchen körpereigener Rippenknorpel zur Unterfütterung des Nasenrückens verwendet werden – oder mehrere verkleinerte Knorpelstückchen werden in einer selbstauflösenden Umhüllung in den Nasenrücken eingebracht. Hierfür stehen verschiedene Materialien zur Verfügung: von künstlichem Kollagenflies bis hin zu gereinigtem und sterilisierten humanen Kollagen (Fascia lata).

Nasenproportionen / Gesichtsproportionen

Seit sich Künstler und Wissenschaftler über die Proportionen des Gesichts Gedanken machen, beschreiben sie Winkel und Formeln für das perfekte Gesicht. Die wahrscheinlich älteste Überlieferung für ein ästhetisches Erscheinungsbild stammt vom griechischen Philosophen Platon (427-347 v.Chr.): „Schönheit und Perfektion werden unabänderlich durch Maße und Proportionen bestimmt“. Leonardo da Vinci hat viele seiner Darstellungen den perfekten Maßen des Gesichts und Körpers gewidmet. Letztlich bestimmt die vorgegebene Anatomie des Kopfes die Proportion. Aus ästhetischen Gründen ist es deshalb sinnvoll, dass ein gewünschtes Resultat eines Eingriffs zum restlichen Gesicht passt. Eine Schönheitsoperation der Nase (Nasenkorrektur, Nasen-OP) sollte deshalb unbedingt das gesamte Erscheinungsbild des Gesichts miteinbeziehen. Bei einer Korrektur des Nasenrückens kann es beispielsweise sinnvoll sein, dass der Schönheitschirurg die Proportion der Nase und die Lage der Nasenspitze berücksichtigt und diese ebenfalls korrigiert.

Nasenscheidewand

Lat.: Septum nasi – Die Nasenscheidewand stellt den Stützpfeiler des knorpeligen Nasenrückens dar und trennt die rechte von der linken Nasenhaupthöhle. Im Nasenrachen werden die beiden Atemwege wieder vereint.

Bei Verlust der vorderen Nasenscheidewand kommt es zur sogenannten Boxernase. Dabei fehlt die Unterstützung der knorpeligen Nasenscheidewand, so dass die Nasenspitze einfach eingedrückt werden kann und die Nasenspitze meist hängt oder abgeflacht ist. Eine Schiefnase wird nicht selten durch eine verkrümmte Nasenscheidewand hervorgerufen. Manchmal reicht dann eine Korrektur der Nasenscheidewand aus. In vielen Fällen ist jedoch eine Kombination aus einer knöchernen und knorpeligen Schiefnase gegeben. Dann reicht es nicht aus, eine alleinige Korrektur der Nasenscheidewand durchzuführen. In diesen Fällen ist nur eine Begradigung des knöchernen Nasengerüsts durch eine Bearbeitung des knöchernen Nasenrückens zielführend.

Nasenspitze

Die Nasenspitze besteht im wesentlichen aus drei Elementen: der vorderen Nasenscheidewand, dem Flügelknorpel, der vom Nasensteg über die Nasenspitze in den Nasenflügel reicht sowie dem Dreiecksknorpel, der im mittleren Nasenbereich wie ein kleines Dach über der Nasenscheidewand befestigt ist. Operationen der Nasenspitze sind sehr zeitaufwändig, da die Strukturen in diesem Bereich sehr fein sind. Eine ästhetische Veränderung wird am einfachsten durch einen „offenen“ Zugang erreicht. Meist wird die Nasenspitze in Kombination mit dem Nasenrücken operiert. Im Allgemeinen gelten Eingriffe an der äußeren Form der Nase und der Nasenspitze als die aufwändigsten und schwierigsten Operationen in der plastischen Chirurgie. Nasenoperationen sollten deshalb nur von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden, der über genaueste Kenntnisse des HNO-Bereichs verfügt. In unserer ALÉO MEDICAL Privatpraxis in Würzburg operiert mit Dr. med. Tim Stelzer ein versierter HNO-Facharzt.

Nasensteg

Lat.: Columella – der Bereich zwischen den Nasenöffnungen. Hier wird bei einer offenen Nasenkorrektur (Septorhinoplastik) ein kleiner w-förmiger Schnitt durchgeführt. Bei manchen Menschen tritt der Bereich des Nasenstegs deutlich hervor, dadurch erscheinen die Nasenöffnungen in der Seitenansicht sehr groß. Durch einen kleinen Eingriff kann der Nasensteg verkleinert werden.

Nasion

Dieser Bereich kennzeichnet den Übergang vom Nasenrücken in die Stirn – in der Seitenansicht die tiefste Stelle des Nasenrückens vor der Stirn.

O

Örtliche Betäubung

Kleinere Eingriffe können auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei Eingriffen, die länger als eine halbe Stunde Dauern ist jedoch für Ihren Komfort eine Narkose sinnvoll. Zwei weitere Narkoseformen sind der Dämmerschlaf und die Vollnarkose.

Osteotomie

Der Begriff bezeichnet das Schneiden des Knochens im Bereich der Nase, um den knöchernen Teil des Nasenrückens in die gewünschte Form zu bringen. Diese Osteotomien sind später für die Schwellung im Bereich der Wange und Augen verantwortlich. Durch eine spezielle Technik können die Schwellungen allerdings deutlich verringert werden.

P

Philtrum

Der Begriff beschreibt die Längsrille zwischen Nasensteg und Oberlippe, der mit einem Filler zu mehr Kontur verholfen werden kann.

Plastische ästhetische Chirurgie / Schönheitsoperationen

Die Plastische ästhetische Chirurgie befasst sich mit dem sichtbaren Teil des Körpers. Ihr Ziel ist es, durch formverändernde oder wiederherstellende Eingriffe eine ästhetische/kosmetische und/oder funktionelle Verbesserung zu erreichen. Die Würzburger Privatpraxis ALÉO MEDICAL mit Patienten aus ganz Franken (z.B. Nürnberg, Rothenburg, Schweinfurt, Heilbronn, Fulda, Aschaffenburg) ist der Spezialist für Gesicht, Hals, Dekolleté und Haar. Das Leistungsspektrum in Würzburg umfasst die Plastische ästhetische Chirurgie (z.B. Nasenkorrekturen / Schönheitsoperationen der Nase, Facelifting, Augenlidchirurgie, Fettabsaugen, Doppelkinn) ebenso wie die Faltenbehandlung (mit Fillern wie Hyaluronsäure und Eigenfett sowie Faltenreduktion mit Butolinumtoxin / Botox), die Beratung zu Altersstopp (Anti-Aging) sowie die kosmetisch durchgeführte kosmetische Behandlung. Mit Dr. med. Tim Stelzer steht Ihnen in Würzburg ein erfahrener HNO-Arzt und Schönheitschirurg zur Seite, der Sie in allen Fragen der Plastischen ästhetischen Chirurgie kompetent berät.

S

Schlupflid-Operation

Lat.: Blepharoplastik – Bei dieser Operation der Oberlider wird überschüssige Haut im Bereich des Oberlieds entfernt beziehungsweise reduziert. Teilweise liegt bei hängenden Lidern auch ein Herabsinken des Fettgewebes aus der Augenhöhle zugrunde. Je nach Anatomie werden auch tiefere Gewebsschichten des Augenlids entfernt.

Spreader-Grafts

Damit ist die Verbreiterung des mittleren Nasenrückens zur Stabilisierung und Erweiterung der inneren Nasenklappe und zur Vermeidung des „inverted-V“ nach ästhetischer Operation gemeint.

Stirnlifting / Augenbrauenlifting (Forehead-Lift / Brow-Lift)

Mit einem Stirnlifting können die Falten der Stirn und teilweise die an der Glabella liegende Zornesfalte behandelt werden. Je nach Art der Operation kann auch ein Augenbrauenlifting vorgenommen werden. Der letztgenannte Eingriff sollte jedoch sehr zurückhaltend durchgeführt werden, da ein unnatürlich „erstaunter“ Blick entstehen kann. Der Zugang zu dieser Operation ist im Bereich der behaarten Kopfhaut, Narben sind hierbei kaum zu sehen. Dieser Eingriff wird in aller Regel endoskopisch durchgeführt.

T

Tip-Defining-Points

Darunter versteht man die zwei kleinen Lichtreflexe der Nasenspitze, die durch die Flügelknorpel / Nasenflügelknorpel definiert werden. Ist der Abstand zwischen den beiden Reflexe zu groß, erscheint die Nase zu breit.

Tip-Graft

Der Begriff bezeichnet ein kleines Stück Knorpel, das operativ zur Unterstützung der Flügelknorpel / Nasenflügelknorpel eingebracht wird – hierdurch wird die Nasenspitze besser dargestellt.

Tränensack-Operation

Lat.: Blepharoplastik – Bei dieser Operation der Unterlider ist eine sehr genaue Diagnostik unverzichtbar. So muss zwischen einem Volumenverlust des Mittelgesichts und einem Überschuss der Unterlidhaut mit Herabsinken des Fettgewebes der Augenhöhle (Tränensäcke) unterschieden werden. Meistens handelt es sich um eine Kombination aus Tränensäcken und Volumenverlust. Bei einem solchen Eingriff wird wenig Haut des Unterlides entfernt und der Tränensack wieder in die Augenhöhle verlagert. Hängende Augenwinkel werden hierbei standardmäßig mitbehandelt, um ein Ausrollen des Augenlides zu vermeiden (Ektropion).

Tumeszenzlösung

Bei einer herkömmlichen Liposuktion wird eine große Menge dieser Spüllösung in das Gewebe eingebracht. Sie dient gleichzeitig zur örtlichen Betäubung, darum ist die Tumeszenzlösung mit einem Lokalanästhetikum angereichert. Die Lösung hat einen anderen pH-Wert als das Fettgewebe. Dadurch werden mehr Fettzellen zerstört, die dann nicht mehr für eine Behandlung mit Eigenfett benutzt werden können. Zudem kann der Körper bei einer großen Menge dieser Lösung mit Herzrhythmusstörungen reagieren. Deshalb ist es ratsam, einen solchen Eingriff nur zusammen mit einem Narkosearzt durchzuführen.

V

Vollnarkose

Bei einer Vollnarkose wird die Atmung während der Narkose durch ein Beatmungsgerät überwacht und unterstützt. Durch Messung des Blutdrucks, des EKG (Herzschlag), der Narkosetiefe und der Sauerstoffsättigung können Sie sicher sein, dass Sie den Eingriff nicht bewusst erleben und dass Ihr Kreislauf keinen Schaden nimmt. Die Vollnarkose wird entweder mit einem Beatmungstubus oder – wesentlich häufiger – mit einer Larynxmaske durchgeführt. Nach einer Narkose und der anschließenden Aufwachphase werden die Patienten im Aufwachraum betreut. Zwei weitere Narkoseformen sind der Dämmerschlaf und die örtliche Betäubung.

W

Wasserassistierte Liposuktion

Die wasserassistierte Liposuktion ist eine Erweiterung einer herkömmlichen Liposuktion. Durch 1-3 winzige Hautschnitte werden die Zugänge unter die Haut vorbereitet. Anschließend wird durch eine kleine Düse an der Absaugvorrichtung ein Wasserstrahl in das Gewebe gesprüht, der die einzelnen Zellverbände des Fettgewebes auflockert. Dadurch kann das Gewebe schonender abgesaugt werden und wesentlich besser für eine Behandlung mit Eigenfett benutzt werden. Durch den Wasserstrahl ist darüber hinaus weniger Tumeszenzlösung notwendig. Bei einer Vollnarkose kann auf eine spezielle Tumeszenz sogar ganz verzichtet werden. Das wiederum ist schonender für den Kreislauf und schont zusätzlich die Fettzellen, die als Eigenfett weiterverwendet werden sollen. Bei der wasserassistierten Liposuktion wird ein Einmalsystem verwendet. Das abgesaugte Gewebe kann über ein Filtersystem ohne weitere Aufbereitung zur Eigenfettbehandlung steril entnommen werden. Im Gegensatz zu geschlossenen Fettgewebsentfernungen (Kälte, Ultraschall, Wärme) wird das unerwünschte Fettgewebe direkt entfernt und muss nicht durch den Stoffwechsel über das Lymphsystem abtransportiert werden.

Wangenstraffung (Mid-Face-Lift)

Hierbei wird lediglich die Region über der Wange behandelt. Dabei gibt es drei Zugangswege: erstens über einen klassischen Hautschnitt vor dem Ohr und am Haaransatz, zweitens über einen Zugang von der Schläfe und drittens über einen sehr eleganten Zugang durch das Unterlid (transpalpebral Midface-Lift) in Kombination mit einer Schlupflid-Operation (Blepharoplastik). Beim letztgenannten Weg entsteht keine weitere Narbe, um den Bereich der Wange zu heben.